Schaut endlich hin!

October 25th, 2011 von Jan

Es kommt nicht auf die Größe an…

…sondern auf die Aussage!!!

Durch die seit Jahrzehnten verfehlte Bildungspolitik zeigen sich die zahlreichen Missstände inzwischen überdeutlich! Dies betrifft sowohl alle Bildungseinrichtungen als auch die Jugend- und  Sozialarbeit, die unter den massiven Sparmaßnahmen leiden. Dieses hier alles auszubreiten, führe jedoch ins Bodenlose, daher von uns eine kurze Erklärung in zwölf Punkten:

Freie  Bildung! Das gilt für alle, nicht nur für die Hochschulen. Es geht neben der überfälligen Abschaffung von Zwangsbeiträgen, wie Studiengebühren und Schulgeldern, um noch wesentlich mehr! Vom  Kindergarten über die verschiedenen Schularten, von der Berufsschule bis hin zu den Universitäten – aus „freie Bildung“ für alle wurden Abschlüsse für manche, aber echte Bildung für  keinen.

Rückgewinnung der Selbstständigkeit! Restriktionen zeigen sich offen im Bildungssystem z. B. durch die Erhebung von  Studiengebühren, aber auch durch den eingeschränkten Bildungszugang von sozial Benachteiligten sowie bei der starren  Gestaltung der Lehrinhalte: Selbst nachdenken ist immer weniger  erwünscht.

Exzellenzinitiative und Elitenförderung – nein danke! Wir fordern mehr Geld für  alle, anstatt viel Geld für wenige Prestigeprojekte.

Individualität  erwünscht! Bildungseinrichtungen müssen eigenständiges Denken  und Eigeninitiative fördern, statt genormte AbsolventInnen als Produkte vom Band zu liefern.

Engagement statt Ellenbogen! Solidarität! Soziale Kompetenz! Das sind die Schlagworte einer demokratischen Gesellschaft!

Bologna Prozess und G8: Hier muss nichts mehr gesagt werden, nur so viel: Übers Knie gebrochene nicht durchdachte Reformen enden nie gut, denken vor dem Handeln wäre angesagt, aber wen wundert’s? – Wo lernt man heute schon noch richtiges ganzheitliches Denken?

Inklusion umsetzen statt zerreden! Seit 2009 sind die UN-Konventionen in Deutschland in Kraft getreten. Nun heißt es, die EU-Vorgabe umzusetzen und nicht nur den Begriff zu diskutieren. Es werden klare Zielvorgaben, Gelder & Aufklärungsarbeit benötigt. Bildungseinrichtungen ohne Aussonderung müssen von der Verschiedenheit aller Lernenden ausgehen und sich von der Illusion homogener Lerngruppen verabschieden.

Leistungsgesellschaft: Wir werden schon lange nicht mehr nach dem bestimmt, was wir sind, sondern nur noch auf unsere Leistungen reduziert. Ohne Leistung ist der Mensch nichts Wert und für die Wirtschaft unnütz. Prüfungsangst und Leistungsdruck bestimmten das Bildungswesen. Dass dies kein guter Weg ist, zeigt die rasche Steigerung der Stresserkrankungen in beruflichen Zusammenhängen.

Direkte Demokratie wagen! Die allgemeine Politikverdrossenheit resultiert größtenteils aus  den mangelnden Beteiligungsmöglichkeiten der BürgerInnen an den  politischen Entscheidungsprozessen. Es fängt im Kleinen an: sowohl an weiterführenden Schulen als auch an Hochschulen wird  der demokratische Diskurs den Wirtschaftsinteressen geopfert.  Unter anderen spricht die Allmacht des Hochschulrates an Hochschulen für sich.

Unabhängigkeit der Forschung und Lehre sicherstellen! Ob bei Deutschlandstipendien, Drittmitteln für die Forschung oder Förderung bestimmter Studiengänge durch Unternehmen – die Hochschulen verkaufen sich an die Wirtschaft. Besonders deutlich zeigt sich dies, wenn Hörsäle nach Firmen benannt und Wirtschaftsbeiräte einberufen werden, die aktiven Einfluss auf Lehrinhalte nehmen. Eine Finanzierung von Bildung durch die Wirtschaft bedeutet das Aus für geistes- und sozialwissenschaftliche Studiengänge, denn diese sind für die Wirtschaftsunternehmen weniger interessant. Vorsicht also vor vermeintlich selbstlos gesponserten Einrichtungsgegenständen, deren Werbe-Embleme uns in vielen Hörsälen entgegen strahlen!

Notstand soweit das Auge reicht: unterbezahlte und dadurch unmotiviertes Lehrpersonal, fehlende Räumlichkeiten und überfüllte Seminare & Vorlesungen, Mangel an Stühlen und Tischen, undichte Dächer, einsturzgefährdete Gebäude, maroden Sanitäranlagen und überfüllte Busse sind nur ein Teil der riesigen Mangelliste.

Grundrecht auf Bildung! Wie Dahrendorf schon klarstellt ist eine aktive Politik nötig, um dieses Bürgerrecht zu garantieren. Solange aber Zulassungsbeschränkungen und materielle sowie soziale Bedingungen ausschlaggebend dafür sind, überhaupt Bildung zu erlangen, sind wir meilenweit von einer freien Bildung entfernt. “Mit der Bereitschaft zu einer Bildungspolitik für die Verwirklichung des Rechts auf Teilnahme aller BürgerInnen an der Bildung entscheidet sich für Deutschland mit dem Weg in die Modernität auch der in die Freiheit”1.

Du bist der Widerstand!

Auf zum Bundesweiten Bildungsstreik, auch in deiner Stadt!

Sofort tätig werden kannst du auch, indem du dich beispielsweise in die Listen diverser Volksbegehren und Petitionen gegen Studiengebühren einträgst. Am Do, 10. 11. und Fr, 11.11. besteht in dem Foyer der Hublandmensa die Möglichkeit (beide Volksbegehren) zu unterzeichnen.

Ebenso sehen wir uns, der „Bildungsprotest Würzburg”, nicht nur im Kontext des “Bundesweiten Bildungsstreiks“, sondern neben den „Global Weeks of Action for Education” mit den Worten auch im Zusammenhang der globalen #Occupy-Bewegung# – am 11.11. auch hier in Würzburg.

1 Dahrendorf: Bildung ist Bürgerrecht, 2001.

Schafft Bayern die Studiengebühren ab?

July 14th, 2011 von Steffi

Wir freuen uns natürlich über diesen Hoffnungsschimmer, glauben es aber erst, wenn es Gesetz ist.

Augsburger Allgmeine:
Studiengebühren in Bayern kommen auf den Prüfstand

Süddeutsche Zeitung:
Seehofer stellt Studiengebühren in Frage

Hochschulwahl: Grün-schwarze Koalition in Sicht?

July 10th, 2011 von Andreas

Nachdem das Verhältnis der bisherigen Koalitionspartner GHG und JUSO/GEW im SprecherInnenrat schon seit geraumer Zeit gestört ist und mittlerweile wohl komplett zerrüttet scheint, stellt sich die Frage, in welche Richtung sich die Grüne Hochschulgruppe als bisherige Mehrheitsfraktion im neuen Konvent orientiert. Sollte sie keine absolute Mehrheit bekommen, wer käme dann als Juniorpartner und Mehrheitsbeschaffer für die Wahl der Sprecherinnen- und Sprecherräte in Frage: Der dieses Mal wieder antretende RCDS? Die LHG? Die UHG/Piraten?

Das sind sicherlich spannende Fragen mit erheblichen Auswirkungen auf die künftige studentische Hochschulpolitik. Am besten schaut ihr diesen Montag, 11.07.2011, ab 20 Uhr im Festsaal über der Burse vorbei und konfrontiert die SenatskandidatInnen bei ihrer Vorstellungsrunde mit genau diesen Fragen!

Und einen Tag später, am Dienstag 12.07.2011:

Wählt – aber wählt weise!

“Würzburger Bildungsallianz”

July 3rd, 2011 von Sabine

Am Montag, den 04.07. um 19 Uhr wird im Dauthendeysaal des Falkenhauses ein neues Forum unter dem Namen „Würzburger Bildungsallianz“ geschaffen, mit dem Ziel über Bildungsfragen zu diskutieren und neue Projekte anzugehen.

JedeR ist herzlich eingeladen.

Die Tagesordnung sieht folgende Punkte vor:

1. Begrüßung durch den DGB- und GEW-Kreisvorsitzenden Walter Feineis
2. Kurze Inputreferate von
a) Walter Feineis zum bayerischen Bildungssystem und den Arbeitsbedingungen dort
b) Katharina Günther von den Campusgrünen zur frühkindlichen Bildung
c) Laura Hoffmann von der Juso-Hochschulgruppe über die inklusive Schule
d) Johanna Uekermann von der GEW-Hochsschulgruppe über die Situation an der Hochschule
3. Vorstellung des Entwurfs einer Geschäftsordnung
5. Diskussion und Beschlussfassung über ein Selbstverständnis
6. Unterschriften der Mitgliedsorganisationen
7. Planung des weiteren Vorgehens
8. Schlusswort (Walter Feineis)

Überall stört man sich an der momentanen Bildungspolitik und den teilweise katastrophalen Umständen an der Uni, jetzt besteht die Möglichkeit, sich aktiv an einer Verbesserung der Lehre zu beteiligen und damit einen weitreichenden Schritt in der Gesellschaft zu tätigen.

Eine Lebensweisheit besagt: Den Fortschritt verdanken wir den Unzufriedenen.

In diesem Sinne – bis Montag.

Solche Väter braucht das Land…

June 3rd, 2011 von Andreas

SCHULZEITVERKÜRZUNG
Warum müssen Fünftklässler sonntags büffeln statt Freunde zu treffen? Weshalb dieser Unsinn? (weiterlesen)

BACHELOR versus BILDUNG

May 28th, 2011 von Steffi

“Theodor W. Adornos Beitrag zur aktuellen Bildungsdebatte.”

An diesem Montag, 30.5.2011, startet die attac-Sommerakademie mit einem Vortrag von Dr. Julia Jonas (Philosophisches Institut der Uni Würzburg), die in den Hochschulreformen der letzten Jahre das Ende einer freien Hochschulbildung sieht. Im Anschluss versucht Andreas Emmerling (Würzburger Bildungsprotest) anhand der Protestwelle im Winter 09/10 aufzuzeigen, wie notwendig die Forderungen waren und warum der Ruf nach “freier Bildung” ein hilfloser Schrei blieb.

Datum: Mo 30.5.2011
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Ort: Café Dom@in / Kilianeum, Ottostr.1, Würzburg

DEMO gegen Studiengebühren

May 23rd, 2011 von Andreas

Start: 15 Uhr Neue Uni Sanderring

Mehr Infos hier.

Senatsprotokolle werden veröffentlicht

May 11th, 2011 von Andreas

Nach über einem Jahr Einsatz für mehr Transparenz und Öffentlichkeit in den Universitätsgremien konnte endlich ein wichtiger Erfolg erzielt werden: Wie auf der gestrigen Sitzung des studentischen Konvents bekannt wurde, hat der Senat eingewilligt, künftig die Sitzungsprotokolle sowie die Sitzungstermine des Senats auf der Homepage der Universität öffentlich zugänglich zu machen.

Damit wurde eine weitere unserer Forderungen für mehr Demokratie an der Hochschule erfüllt.

Viele sind von Hochschulpolitik frustriert, da Fortschritte nur sehr, sehr schwierig zu erreichen sind. Heute zeigt sich wieder einmal: Es lohnt sich, dran zu bleiben und Ausdauer zu zeigen!

Gleiches gilt auch für die Forderung nach Abschaffung der Studienbeiträge. Haltet euch dafür schon mal den 26.Mai als Aktionstag in eurem Kalender frei. Näheres dazu demnächst hier.

EILMELDUNG: Studiengebühren abgeschafft !!

April 1st, 2011 von Andreas

Wie so eben aus dem Wissenschaftsministerium gemeldet wurde, sollen in Bayern die Studienbeiträge mit sofortiger Wirkung abgeschafft werden. Nach dem Ausgang der Landtagswahlen in Baden-Württemberg wolle laut Minister Heubisch “Bayern nicht das letzte Bundesland sein, dass seinen Studierenden diese sozial selektiven Gebühren abverlangt.” (Anm.: Außer in Bayern werden nur noch in Niedersachsen Studienbeiträge erhoben.) “Schließlich sei die FDP von je her die Partei, die für sozialen Ausgleich und Chancengerechtigkeit stehe.” Bereits gezahlte Studiengebühren für dieses Sommersemester sollen zurückerstattet werden.

In Aufregung versetzt hat diese Meldung die hiesige Uni-Leitung. Angesichts nach wie vor knapper finanzieller Mittel würde eine ersatzlose Streichung der Studiengebühren viele geplante Projekte infrage stellen und die Studierbarkeit zahlreicher Fächer an einigen Fakultäten gefährden. Uni-Präsident Prof. Forchel bittet daher die Studierenden, auf die Rückzahlung zu verzichten, um damit dringende Massnahmen bezahlen zu können wie z.B. die Anstellung studentischer Hilfskräfte als Verkehrshelfer für den fehlenden Übergang zum neuen Campus Nord. Näheres hierzu wird die Uni-Leitung in einer Pressekonferenz heute um 14 Uhr im Audimax der Neuen Uni bekanntgeben.

Wer immer noch träumt: Das war in der Tat ein Aprilscherz! :)

Aber Träume können wahr werden. Und in der Tat ist nach der Landtagswahl in BW der Druck auf Bayern als eines der beiden letzten Bundesländer, die Studienbeiträge verlangen, gestiegen. Diesen Druck heißt es aufrecht zu erhalten und zu erhöhen. Zum Beispiel in der bayernweiten Aktionswoche gegen Studiengebühren vom 23.-27.Mai 2011. Nähere Information demnächst…

unibrennt Vernetzungstreffen

March 20th, 2011 von Andreas

Am 31.März und 1.April 2011 findet in der Uni Regensburg das Vernetzungstreffen von unibrennt statt, zu dem schon viele Bildungsstreikaktive aus dem süddeutschen Raum und Österreich ihr Kommen zugesagt haben. (–>)

Das Vernetzungstreffen hat das Ziel, die Proteste für das anstehende Semester rechtzeitig zu koordinieren. Zu diesem Zweck wurden neben den bayerischen #unibrennt- und Bildungsstreik-Bündnissen auch VertreterInnen der LandesAstenKonferenz Bayern (LAK) sowie von überregionalen Partnern wie #unibrennt Österreich und Bildungsstreik BaWü eingeladen. Der Termin resultiert aus der Überlegung,dass dann bereits das Ergebnis der Landtagswahl BaWü feststeht und wir unsere gemeinsame Strategie den Ereignissen anpassen können,um maximalen Druck auf die bayerische Regierung auszuüben. Die OrganisatorInnen freuen sich auf zahlreiches Kommen.

Quelle: http://unibrennt.eduvent.at/eduvents/3101